Stupidity of life

von S

Es ist doch immer wieder dasselbe: Man lebt, mit dem Gewissen, längst zu wissen, was hart ist, was wehtut. Mit dem Gedanken, dass man wüsste, was Trauer, was Wut, was Enttäuschung ist. Man denkt, man wüsste es. Man lebt und erlebt. Man spaziert durch die große Welt, die gefährlich ist, wo man jederzeit den falschen Schritt setzen kann… und in ein Loch fällt. Und dann fällt man irgendwie ganz urplötzlich hin. Ob man über seine eigenen Beine stolpert, man beim Versuch sich an seine Mitmenschen zu klammern, danebengreift und ausrutscht, ob man in ein Loch fällt, dass auf einmal da war oder ob man langsam in der Erde einsinkt. Es ist stets dasselbe. Man wird traurig, denkt, es wird niemals besser, sieht nur noch schwarz und möchte nicht mehr leben. Man verliert den Spaß am Leben und Erleben. Dann wird man auf einmal wieder heile. Die Welt nimmt neue Farben an, man findet einen Halt, bevor man stolpert, die Freunde helfen einem wieder aufzustehen, das Loch füllt sich und irgendwann gelangt man wieder an die Oberfläche und selbst das langsame Sinken kann aufhören. Es ist doch immer wieder dasselbe: Wir laufen, wir fallen, wir liegen, wir stehen auf, wir laufen, , wir fallen, wir liegen, wir stehen auf, wir laufen, …

Im Grunde ist das Leben. Nicht mehr. Und das Leben zeichnet sich durch das Aufrappeln aus. Durch das Aufrappeln, durch das Aufstehen und durch das Laufen. Aufrappeln ist in die Sonne blicken, Aufrappeln ist neu gebären, Aufrappeln ist der erste Schritt in die richtige Richtung und Laufen ist Optimismus. Laufen ist Lebensfreude. Laufen ist Neugierde.

Es kann noch so viele Tiefs im Leben geben. Man kann noch so oft weinen, denken, die Welt hätte keinen Sinn mehr, das Leben kann noch so oft farblos werden. Irgendwann rappeln wir uns alle auf. Und von dem Moment an, beginnt es von vorne. Deshalb darf man niemals denken, es sei vorbei. Man darf nicht denken, es würde nie wieder kommen. Man soll aus dem, was man bekommt, das Beste machen. Und daran wachsen. Denn nur so, ist man vor dem nächsten Loch, vor dem nächsten Treibsand oder vor dem nächsten Ungeschick gewappnet und nur so steht man schneller wieder auf.

Aber vergesst es nicht. Vergesst den Schmerz, die Trauer, die Enttäuschung und die Wut nicht. Erinnert euch stets daran, wie es sein kein. Wie hart es sein kann, und erfreut euch in schönen Momenten daran, dass es euch nicht so geht. Es ist halt so. Schmerz gehört dazu.


Move on. It’s just a chapter in
the past.
But
don’t close the book. Just the page.

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