SOMETIMES IT TAKES A GOOD FALL TO REALLY KNOW WHERE YOU STAND

»Sie (jung) schreibt über Impulsivität und andere Katastrophen.«

Kategorie: Dies&Das

ScheissindieDisko

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Das Königreich

Freundschaft, also wirklich wahre, ist das, was ich schon immer kenne. Was ich aus diesem Grund nicht immer so zu schätzen weiß, wie es sich gehört. Freunde, die einem das Gefühl geben, niemals alleine zu sein. Solche, deren Anwesenheit du dir immer sicher bist, selbst wenn du dich nicht meldest, man vom Weg abkommt, einen mehrere Tausend Kilometer trennen. Menschen, die dich kennen und akzeptieren, weil du sie zwar nervst, sie dich manchmal einfach nur richtig ins Gesicht schlagen wollen, aber die dich trotzdem nicht verstoßen. Und wenn ich diesen Menschen in einem Satz sage, was los ist, was mich besorgt, mich nervt, mein Leben auseinander nimmt und mir einfach dieser kurze Austausch, diese paar Sekunden, in denen mich jemand versteht, mir jemand zuhört, und mich nicht infrage stellt, sondern reagiert, ohne sich über meine Reaktion zu wundern – genau diese paar Sekunden geben mir jedes Mal das Gefühl immer jemanden zu haben, der da ist.

„Ich liebe dich.“ – Und dann gibt es immer diese eine Person, die dein Leben einfach ändert. Einfach so. So, wie man es bisher noch nie erlebt hat. Liebe. Und genau mit dieser Person nehme ich mein Leben in die Hand und erfahre, was Glück – also so richtiges – eigentlich bedeutet. Liebe ist, wenn du dich für jemanden freust, wenn er sich freut, selbst wenn dich das eigentliche Ereignis kein bisschen interessiert. Liebe ist, wenn du dein Verlangen nach diesem Menschen wirklich und ohne Scheiß aus dem Herzen links an der Brust zu fühlen ist. Wie ein Gezerre und du dich fragst, ob dieses widerlich aussehende Organ wirklich in der Lage ist das zu fühlen. Es ist Liebe, wenn du mitten in der Stadt stehst, den Menschen siehst und sonst nichts mehr wahrnimmst, dir der Rest, dein Aussehen, die Gedanken der Fremden, die Zeit – einfach Alles – für einen kurzen Moment scheißegal ist. Du liebst, wenn du einem Menschen das Versprechen glaubst, dass alles am Ende gut wird, obwohl es noch so aussichtslos erscheint. Denn dieser Mensch ist  deine Hoffnung.

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Und weil mir vieles nicht gegeben wird, weil vieles schwer ist, aber ich die zwei schönsten Dinge auf der Welt genießen und leben darf, ich weiß es nicht, deshalb lebe ich gut. Lebe ich sehr gut. Deshalb habe ich so ein Glück. Ein Leben in einem Königreich der Welt, weil ich das Beste von ihr habe.

Für immer ist nicht lang genug

Für immer ist nicht lang genug, um dich oft genug anzusehen
Für immer ist nicht lang genug, für all die Küsse, die ich dir geben will
Für immer ist nicht lang genug, um dich zum Lächeln zu bringen
Für immer ist nicht lang genug, weil mit dir die Zeit davonrennt
Für immer ist nicht lang genug, um dir zu sagen, was du mir bedeutest
Für immer ist nicht lang genug, um mich an dir zu wärmen
Für immer ist nicht lang genug, um deinen Blödsinn anzuhören
Für immer ist nicht lang genug, um dein Augenzwinkern zu lieben
Für immer ist nicht lang genug, um dich als meinen Helden zu bezeichnen
Für immer ist nicht lang genug, für alles, was ich mit dir erleben will

Für immer ist nicht lang genug, um dir auch nur annähernd zeigen zu können, wie sehr ich dich liebe

Weil Licht stärker ist als alles andere

Dunkelheit hüllt mich schnell ein. Scheint mich zu oft zu erdrücken. Mir die Luft aus den Lungen zu nehmen. So dunkel, dass ich es fast für immer schwarz belassen will. Manchmal muss ich mir eingestehen, dass der Gedanke, mich dem Druck geschlagen zu geben, genau das ist, was ich will.

 

Belastbarkeit gehört wahrlich nicht zu meinen Stärken. Und das Licht zu suchen ist eine weitaus schwerere Aufgabe, als sie scheint. Denn Licht findet man nicht. Licht ist nicht etwas, wozu man eine Anleitung hat – a là: „Wie wird schnellmöglich alles wieder einfacher?“

Es wird nicht besser, nur weil man es will.

Licht durchflutet die Dunkelheit, wenn die Zeit dazu gekommen ist.
Als würde ein neuer Morgen anbrechen und die Sonne all die Sorgen der Nacht beleuchten.

Blendend
Glühend
Strahlend
Glitzernd
Funkelnd

– und schlichtweg: Besser

Und wenn plötzlich alles hell ist, dann hat das Schwarz verloren.

Weil Deine Liebe zu mir alles ist, was ich brauche. Alles, was mich hält. Alles, was ich habe. Weil mit dir alles leichter ist. Du alles Zerstörte heil machst. Und alles, im dunklen, finsteren Loch nicht schwarz erscheinen lässt. Einfach, weil du da bist. Du bist mein Licht.

some of us are just trying to
                       get through the day,
                                     without falling apart

Das beschissene Phänomen der Zeit

„Die Zeit heilt alle Wunden.“

Wie oft musste man sich diesen Satz schon anhören? Tröstend wäre es, würde es sich dabei um oberflächlichen, blutigen Schmerz handeln. Doch aus welchem diffusen Grund auch immer – selbst der Schmerz der Trauer, des Kummers – kurz: der Liebe – ist gemeint. Welcher, verzeiht mir, Idiot lässt sich so etwas denn einfallen?

Es vergeht die Zeit…
Und nichts ändert sich
Es ist, als ob sie an mir festhält
Ich will sie doch längst abschütteln
Aber sie ist so stark
Sie lässt mich nicht vergessen
Hält deinen Platz frei
Bis heute kann ihn niemand einnehmen

Kaum fühlen wir Freude, Spaß, Glück schon rächt sich die Zeit. Gleitet zwischen unsere Finger, schneller, als dass wir Fäuste ballen können. Zu schnell, sodass wir keine Chance haben und die Zeit schneller ist, als gewöhnlich. Doch fühlen wir Trauer, Einsamkeit, Trostlosigkeit – da grinst sie frech und keck. Macht es sich auf unserer Handfläche gemütlich. Klebt an ihr. Wir rubbeln sie ab, doch vergebens. Keine Chance. Die Zeit vergeht in ihrem eigenen Tempo.

Illusionen.

…in Wahrheit blicken wir stets im gleichen Winkel auf unsere Hände. Die Zeit rieselt in gleichmäßigen Abständen zwischen unsere Finger. Und doch neigt der Mensch zu diesen Objektiven. Solche, die unsere Sicht einschränken, verändert, gar manipulieren.

Ist es nicht erschreckend, wie unsere Gefühle uns manipulieren? Uns, die Zeit, unsere Wahrnehmung? Ist das nicht gemein?

Ich würde so viel dafür geben, dass die „Ich-bin-scheiße-drauf-mein-Leben-ist-beschissen-also-macht-die-Zeit-es-sich-auf-meiner-Hand-gemütlich-und-weilt-länger-als-geplant-dort“-Objektive mit den „Mohowa-geht’s-mir-großartig-lass-diesen-Moment-nie-enden-und-trotzdem-schwindet-die-Zeit-schneller-als-ich-denken-kann“-Objektiven tauschen würde. Nur für dieses Gefühl.

Wollen

Es ist so schwer, sich festzulegen, was man wirklich und wahrhaftig will. Tag ein Tag aus behaupten wir, wir würden dies und das wollen, wir werfen mit der „Ich will…“-Aussage um uns rum, ohne denn wirklichen Sinn dahinter tatsächlich zu verstehen. Denn wann wollen wirklich wir selber, unser eigenes Denken, ohne Einfluss, ohne Beschränkung, wann wollen wir was wirklich?

Allgemein bekannt ist es ja längst, dass Dinge, die wir nicht bekommen, die unerreichbar für uns aussehen, solche, die außerhalb unserer Möglichkeiten zu sein scheinen mag, dass genau diese Dinge, die am meist begehrtesten sind. Ergibt das Sinn? Wenn die Person, die ich liebe, mich mit keinen Blickes würdigt, ist sie noch viel anziehender, als wenn sie mir ihre Aufmerksamkeit schenkt. Das widerstrebt jeglicher Fairness.

 Ich will älter sein
 Ich will schön sein
 Ich will toll sein
 Ich will Gerechtigkeit
 Ich will Belohnung für meine Arbeit
 Ich will Glück

Gliedert man diese Verlangen ein, erkennt man klare Abstufungen. Es gibt Wünsche, die durch mein Umfeld ausgelöst werden. Ich will älter sein, um mich besser anpassen zu können. Ich will schön sein, um akzeptiert zu werden. Ich will toll sein, um geliebt zu werden. Alles, nur, damit mir die Menschen mit denen ich lebe, eine Gegenleistung aufbringen. Mein Verlangen steht also auf dem, was andere verlangen. Denn ich will das sein, was andere wollen, damit ich mich besser fühle.
Dann gibt es das, was ich „Defizit-Verlangen“ nenne. Wenn es mir nicht fair erscheint, wenn ich das Gefühl habe, dass etwas, das Schicksal, die Drehung der Welt oder was auch immer sich nicht richtig verhält. Wenn etwas nicht richtig ist – wenn es mir so erscheint, dann hebt man das auf. Man will es aufheben. Ich will gerecht behandelt werden, denn ich will ein ebenso wunderbares Leben haben, wie welche mit mehr Schönheit, Geld oder Charisma. Ich will belohnt werden, für das was ich tue.

Und dann zum wirklich wichtigen. Das, was ich wirklich will. Nicht etwas, was durch andere erst aufkommt, nicht etwas, dass ich verlange, nur weil ich Mangel empfinde. Sondern etwas, was ich mir wirklich mit jeder Faser meines kleinen Körpers herbeisehne. Glück.

Im Grunde verlangt ein Mensch, wie du und ich und jedes andere junge Mädchen da draußen, nicht mehr als das. Glücklich sein. Und doch bemerkt man kaum, wenn das Glück einen besucht hat, erst viel später… wenn es wieder weg ist und man die erdrückende Leere in sich fühlt.

So ist Wollen etwas ziemlich Allgemeines. Etwas, was wir alle empfinden. Und rein gar nicht individuelles. Sehnen wir uns denn nicht alle nach ein kleines bisschen Glückseligkeit?

Stupidity of life

Es ist doch immer wieder dasselbe: Man lebt, mit dem Gewissen, längst zu wissen, was hart ist, was wehtut. Mit dem Gedanken, dass man wüsste, was Trauer, was Wut, was Enttäuschung ist. Man denkt, man wüsste es. Man lebt und erlebt. Man spaziert durch die große Welt, die gefährlich ist, wo man jederzeit den falschen Schritt setzen kann… und in ein Loch fällt. Und dann fällt man irgendwie ganz urplötzlich hin. Ob man über seine eigenen Beine stolpert, man beim Versuch sich an seine Mitmenschen zu klammern, danebengreift und ausrutscht, ob man in ein Loch fällt, dass auf einmal da war oder ob man langsam in der Erde einsinkt. Es ist stets dasselbe. Man wird traurig, denkt, es wird niemals besser, sieht nur noch schwarz und möchte nicht mehr leben. Man verliert den Spaß am Leben und Erleben. Dann wird man auf einmal wieder heile. Die Welt nimmt neue Farben an, man findet einen Halt, bevor man stolpert, die Freunde helfen einem wieder aufzustehen, das Loch füllt sich und irgendwann gelangt man wieder an die Oberfläche und selbst das langsame Sinken kann aufhören. Es ist doch immer wieder dasselbe: Wir laufen, wir fallen, wir liegen, wir stehen auf, wir laufen, , wir fallen, wir liegen, wir stehen auf, wir laufen, …

Im Grunde ist das Leben. Nicht mehr. Und das Leben zeichnet sich durch das Aufrappeln aus. Durch das Aufrappeln, durch das Aufstehen und durch das Laufen. Aufrappeln ist in die Sonne blicken, Aufrappeln ist neu gebären, Aufrappeln ist der erste Schritt in die richtige Richtung und Laufen ist Optimismus. Laufen ist Lebensfreude. Laufen ist Neugierde.

Es kann noch so viele Tiefs im Leben geben. Man kann noch so oft weinen, denken, die Welt hätte keinen Sinn mehr, das Leben kann noch so oft farblos werden. Irgendwann rappeln wir uns alle auf. Und von dem Moment an, beginnt es von vorne. Deshalb darf man niemals denken, es sei vorbei. Man darf nicht denken, es würde nie wieder kommen. Man soll aus dem, was man bekommt, das Beste machen. Und daran wachsen. Denn nur so, ist man vor dem nächsten Loch, vor dem nächsten Treibsand oder vor dem nächsten Ungeschick gewappnet und nur so steht man schneller wieder auf.

Aber vergesst es nicht. Vergesst den Schmerz, die Trauer, die Enttäuschung und die Wut nicht. Erinnert euch stets daran, wie es sein kein. Wie hart es sein kann, und erfreut euch in schönen Momenten daran, dass es euch nicht so geht. Es ist halt so. Schmerz gehört dazu.


Move on. It’s just a chapter in
the past.
But
don’t close the book. Just the page.

Zwingendes Glück

Wisst ihr, mir geht es gerade wirklich gut.

Mein Zeugnis sieht zum Halbjahr fröhlicher aus, als ich dachte. Die eins in Deutsch ist mir sicher. Das ist ein Wunsch, den ich schon so lange habe. Ich war immer ein Stück davor. Und jetzt ist es endlich wahr geworden. Und ja, ich finde ich habe es verdient. Punkt. Dann sind dann noch die unglaublich positiven Erinnerungen an das Konzert vor einer Woche. Es war so wundervoll. Ich würde jederzeit noch mal. Die Vorfreude zum Englandaustausch ist enorm und die Engländer sind alle total süß. Schreiben einen immer im Facebook an und wollen Deutsch üben. Die reinste Katastrophe, sag ich euch. Ich habe den besten Freund der Welt  (auch wenn er am Telefon gerade ein ziemlicher Arsch ist^^) und bin einfach froh ihn zu haben. Mit meinen Freundinnen ist mehr oder weniger auch alles in Butter und mit einer Freundin, die mir besonders am Herzen liegt, läuft es gerade auch wieder besser.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich über den „Angel of Berlin“ inzwischen irgendwie irgendwo hinweg bin. Also, ich denke, ich sei es. Kennt ihr es, wenn ihr das, was euch wehtut, verdrängen wollt? Alles tut, um nicht daran zu denken. Sich selbst sagt, das Leben sei der Wahnsinn. Sich so lange ein glückliches Leben einredet, bis sich irgendwann all der negative Gefühlsstrom auflöst und man letzten Endes nur noch von der Wucht des Stroms überwältigt ist? Trauer, Wut, Emotion staut sich an. Und irgendwann – plopp – platzt sie aus einem raus. Und man kann nichts dagegen tun.

Demzufolge frage ich mich: Ist meine gute Laune eigentlich echt?